| 7353 |
Auch heute Morgen können wir die trübe Stimmung nicht ausmachen, die unser Reiseführer prophezeit hat.
Kemerovo und das Gebiet drumrum ist das russische Ruhrgebiet. Die Hungerstreiks für die Auszahlung der Löhne sind in Deutschland nicht unbekannt. Wir vermuten extra Zuwendungen, damit die Ruhe gewahrt bleibt.
Wir machen uns dennoch auf die Weiterreise Richtung Krasnojarsk. Schon eine Weile haben wir die Idee noch mal einen Abstecher in den Süden Russlands zu machen. Alles aber eine Frage der Zeit. Obwohl der Plan eh schon nicht mehr stimmt.
Wir wollen sehen, wie weit wir an diesem Tag kommen und peilen zunächst Atschinsk, ein kleines Städtchen schon im Krasnojarsker Kraj an. Kurz zuvor sammelte eine Verkehrskontrollstelle offenbar alte russische Motorräder mit Beiwagen. Mindestens 300 standen auf dem Hof.
|
| 7876 |
Noch mit den letzten Sonnenstrahlen erreichen wir Krasnojarsk und leider nur eine ziemlich ätzende Herberge. Die anderen wollten keinen Hund oder waren angeblich voll.
Die Landschaft hat sich endlich ein wenig gewandelt. Es ist hügelig geworden, doch immer noch wachsen überwiegend Birken in den Wäldern.
Wenigstens fünf ausländische Tramper entdeckten wir an der West-Ost-Magistrale. Allerdings sahen sie nicht so aus, als dass wir sie hätten neben Sanka plazieren wollen.
|